DM_U23_Essen_2Jann Edzard Junkmann vom Ruderverein ARGO gewann bei den Deutschen Meisterschaften U23 auf dem Essener Baldeneysee Gold im Vierer mit Steuermann und Silber im Achter. Damit konnte Jann Edzard seinen ersten Deutschen Meistertitel in der Männerklasse erringen. und hat gute Chancen, sich im Rahmen eines Vorbereitugslehrganges für die U23 Nationalmannschaft zu qualifizieren, die den Deutschen Ruderverband bei den Weltmesisterschaften Ende Juli auf der neu gebauten Regattastrecke im weißrussischen Brest vertritt. Mit seinen Partnern Milan Dzambasevic (Hannover), Kay Rückbrodt (Hamburg), Hannes Ocik (Schwerin) und Steuermann Tim Berent (Ratzeburg) fuhr Jann Edzard auf der 2000m Distanz einen ungefährdeten Start - Ziel Sieg vor Booten aus Berlin und zwei westdeutschen Renngemeinschaften heraus.

Dieser Vierer bildete auch den Kern eines von Chefbundestrainer Hartmut Buschbacher zusammengesetzten Achters mit Alexander Egler (Hannover), Michael Waschto (Straubing),  Maximilian Hinkel (Frankfurt) und Kevin Rakicki (Berlin) als weiteren Ruderern. Gegen einen mit Olympia und Weltcup erfahrenen Athleten besetzen Achter musste sich die im Schnitt um zwei Jahre jüngerere Crew um Jann Edzard in einem spannenden Rennen nach 2000m um eine gute Achterlänge geschlagen geben. Die weiteren vier Boote aus verschiedenen Bundesstützpunkten wurden sicher distanziert. DM_U23_Essen_1

Nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Juniorenweltmeisterschaften 2007 in Peking hat Jann Edzard damit nach zwei Übergangsjahren, in denen die schulische Ausbildung im Vordergrund stand, den Anschluß an die nationale U23 Spitze geschafft und hofft nun auf weitere Teilnahmen und Medaillen bei Internationalen Meisterschaften. 

Auf der gleichen Veranstaltung wurden auch die Deutschen Meister bei den Junioren ermittelt. Hierbei belegte Dirk Fleßner (Jahrgang 1993)  in seinem ersten U19 Jahr einen ausgezeichneten 7. Platz im Einer. Nach den Ergebnissen der Regatten in Brandenburg, Köln und Hamburg hatten sich 20 Boote für die Teilnahme qualifiziert.

Nachdem sich Dirk im Vorlauf souverän direkt für die Halbfinale der besten 12 Boote qualifizierte, gelang es ihm dort nicht, einen der ersten drei Plätze zu belegen, um sich für das Finale der besten sechs zu qualifizieren. Vor allem im Mittelteil der Stecke ruderte er zu defensiv, so daß auch ein sehr gutes Rennen auf den letzen 500m nur für den fünften Platz ausreichte. Dafür bestimmte Dirk beim kleinen Finale um die Plätze 7 bis 12 das Rennen vom Start weg und gewann sicher vor seinen Gegnern aus Dresden und Leipzig.

Dieser Sieg gibt die richtige Motivation für das große Ziel im Jahr 2011, die Teilnahme an der Juniorenweltmeisterschft U19 auf der Olympiaregattastrecke in London.